Über uns

Der ‚Schweizerverein Helvetia zu Augsburg‘ wurde vor über 150 Jahren im Jahre 1861 gegründet, zur Unterstützung von Ostschweizer Migranten, die meistens als Textilarbeiter nach Augsburg gekommen waren.

Während anderthalb Jahrhunderten haben sich zwangsläufig die Lebensumstände und die Arbeitsbedingungen solcher Migrantenfamilien geändert. Die Mitglieder des Schweizervereins heute sind zum Teil Nachkommen der Ausgewanderten, zum Teil Schweizerinnen, die Deutsche geheiratet haben, Deutsche, die Verwandte in der Schweiz haben, und auch Deutsche, die aus Freundschaft und Interesse an der Schweiz regelmäßig zu den Veranstaltungen kommen. Insofern wird Brauchtum im eigentlichen Sinne nicht stark gepflegt, denn dazu sind zum einen die Unterschiede von Herkunft und Sprache (Deutsch, Schwyzertütsch, Französisch, Italienisch) zu geprägt, zum anderen die Anpassung der hiesigen Schweizer an Schwaben zu fortgeschritten.

 

SEIT 1861

Mit der Schweiz verbunden

Brauchtum wird in manchen Veranstaltungen hochgehalten. Der Schweizer Nationalfeiertag am 1. August wird im Schweizerverein als ‚Bundesfeier‘ stets am letzten Samstag im Juli gefeiert und seit Jahren mit Alphornmusik und verschiedenen Volksliedern begleitet. Dies ist auch die Gelegenheit, eine Vertreterin bzw. einen Vertreter aus dem Konsulat in München einzuladen und auch der Ansprache des Schweizerischen Bundespräsidenten oder der Bundespräsidentin an die Auslandschweizer zuzuhören. Am Abend wird ein Feuer angezündet, sei es auch nur in einem dazu vorbereiteten Kübel!

Eine der beliebtesten Veranstaltungen ist das gesellige Fondue-Essen im November, das an Familienabende erinnert und meistens mit einem Spiel oder einem Quiz über die Schweiz verbunden ist.

Die Adventsfeier im Dezember ist ein Anlass, die Mehrsprachigkeit in der Schweiz mit Gedichten, Liedern oder Texten zu berücksichtigen.

Im Schweizerverein versuchen wir, möglichst einmal im Jahr eine Fahrt in die Schweiz zu organisieren. Dies ist kein Brauchtum, hilft aber Herkunft und Brauchtum nicht zu vergessen.